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Das orange Wunder bleibt aus

Die OrangeAcademy verliert beim Tabellendritten Heidelberg mit 87:71 (46:31) und steht damit als erster Absteiger aus der Zweiten Liga fest.

Es hätte ein kleines Wunder gebraucht, um die OrangeAcademy auf der Zielgeraden der Saison noch über die rote Linie zu den Abstiegsplätzen zu bringen. Nachdem bereits am Samstag Baunach (98:76 gegen Hagen) und Ehingen (86:93 in Kalrsruhe) ihre Spiele gewonnen hatten, war ein Sieg für die Ulmer in Heidelberg Pflicht. Doch der Tabellendritte stellte eine zu große Hürde für die Donaustädter dar: Schnupperte das jüngste Team der Liga noch im ersten Viertel (19:17) mit einer starken Dreierquote an der Überraschung, ging den Gästen danach offensiv der Sprit aus (Halbzeit: 45:29). Ohne den grippekranken Björn Rohwer und mit einem frühzeitig foulbelasteten Marcell Pongo mussten die Ulmer im dritten Viertel endgültig abreißen lassen, als sich Heidelberg regelrecht in einen Rausch schoss. „Heidelbergs fünf Dreier in dieser Phase haben das Spiel und damit auch für uns die Saison entschieden“, so Head Coach Danny Jansson, der sich aber „stolz“ zeigte, dass sein Team danach noch einmal alle Kräfte mobilisierte und das Schlussviertel gewann (13:21). „Auch wenn wir enttäuscht sind, werden wir jetzt noch einmal hart arbeiten und wollen die Saison mit seinem Sieg beenden“, so der Finne. 

Spielverlauf: In einer munteren Anfangsphase hatte die OrangeAcademy schon nach vier Minuten drei Dreier versenkt (8:11). Besonders David Krämer war omnipräsent: Erst schloss der Ulmer Topscorer dynamisch am Korb ab, dann verhinderte er per Chasedown-Block leichte Heidelberger Punkte. Einziges Manko: 5 zugelassene Offensiv-Rebound, die Heidelberg zur knappen Viertelführung nutzte (19:17). Mit einer schnellen 7:0-Serie schien der Favorit dann die Oberhand zu gewinnen, doch Dreier durch Pape und Krämer hielten Ulm zunächst im Spiel (28:23, 14.). Anschließend kam der Offensiv-Motor aber ins Stottern; Heidelberg dagegen punktete in drei Angriffen in Folge und erhöhte nach einem 4-Punkt-Spiel auf 40:29 (18.). Ohne Björn Rohwer und mit Foulproblemen bei Mittmann und Ferner fehlte es Ulm nun an Präsenz am Korb. Die Hausherren nutzten das und sorgten bis zur Pause für ein 15-Punkte-Polster (46:31).

Doch offensiv kamen die Gäste mit neuem Fokus aus der Kabine: Dreier durch Krämer und Ferner brachten Ulm in Sichtweite (48:37, 22.). Heidelberg zog die Zügel aber rasch wieder an: 2 Ulmer Ballverluste und ein technisches Foul nutzten die Neckarstädter, um mit einer 7:0-Serie auf 55:37 davonzuziehen (25.). Auch eine Auszeit von Danny Jansson brachte keine Besserung – im Gegenteil: Heidelberg hatte sich nun warm geschossen und machte von „downtown“ kurzen Prozess. Nach einer Serie von fünf Dreiern binnen 140 Sekunden war der Ulmer Rückstand auf 70:41 angewachsen. Zum Start in den letzten Abschnitt drückten Ferner und Nico Bretzel die Hypothek wieder unter die 20-Punkte-Marke (74:56, 33.), doch in Gefahr geriet der Heidelberger Sieg nicht mehr.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Heidelberg ist eine der konstantesten Mannschaften der Liga, wir dagegen inkonstant – und das hat heute den Ausschlag gegeben. Wir hatten erst im zweiten und dann im dritten Viertel nochmal einen Durchhänger. Die zwei Minuten im dritten Viertel, in denen Heidelberg fünf Dreier getroffen hat, haben das Spiel und damit auch unsere Saison entschieden. Ich bin trotzdem stolz, wie wir reagiert haben. Die Jungs haben nicht aufgegeben und sich im Schlussviertel den Rhythmus zurückgearbeitet. Auch wenn wir enttäuscht sind, werden wir in der nächsten Woche noch einmal hart arbeiten und wollen die Saison mit seinem Sieg beenden.“   

Es spielten: David Krämer (21 Punkte), Joschka Ferner, Till Pape (je 15), Nicolas Bretzel (10), Nils Mittmann (5), Marius Stoll (2, 6 Assists), Christoph Philipps (2), Nicolas Möbus (1), Marcell Pongo (6 Assists), Jason George. 

Foto: Langer/Archiv.

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