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PS zu selten auf die Straße gebracht

Die OrangeAcademy startet ihren Roadtrip mit einer Niederlage: Beim 86:81 (44:32) in Nürnberg können die Ulmer nur phasenweise überzeugen.

„Ich glaube, wir hatten heute eine große Siegchance“, meinte Danny Jansson im Anschluss an die 86:81-Niederlage in Nürnberg. Eine Aussage, in der Wehmut mitschwang – und das war verständlich. Denn über 40 Minuten hatte die OrangeAcademy immer wieder starke Phasen gehabt und sich mehrmals zurückgekämpft – so, wie im dritten Viertel, als die Gäste durch einen furiosen 19:4-Lauf zurück ins Spiel und zum Ausgleich (57:57) kamen. Doch dass die Gäste trotz mehrmaliger Punktgleichheit zu keinem Zeitpunkt in Führung gehen konnten, war an diesem Abend symptomatisch: Denn der jungen Ulmer Mannschaft fehlte es an Konstanz – etwa in der Verteidigung gegen die zielsicheren Nürnberger Schützen (11/22 Dreier) –, um dem Tabellen-12. wirklich gefährlich werden zu können. „In den entscheidenden Phasen waren wir leider defensiv zu nachlässig und haben nach ein, zwei gegnerischen Treffern den Faden verloren. Aber Respekt auch an Nürnberg: Sie haben sich heute komplett anders präsentiert als vor einem Monat“, so Coach Danny Jansson.

Spielverlauf: In der Nürnberger Halle im Berufsbildungszentrum erlebte die OrangeAcademy zwei Auftaktminuten zum Vergessen. Ausgerechnet die Ex-Ulmer Omuvwie und Maier initiierten einen Nürnberger 10:0-Start, von dem sich die Gäste erst nach fünf Minuten erholt hatten (13:8). Und obwohl das erste Viertel ein fehlerbehaftetes blieb, hatten die Ulmer das Defizit nach einem Ferner-Dreier auf vier Punkte gedrückt (22:18, 9.). Von nun an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem das Jansson-Team nach 5 Rohwer-Punkten in Folge den Ausgleich vor Augen hatte (31:30, 14.). Umso bitterer war es dann, dass sich die Academy postwendend zwei Nürnberger Dreier fing (38:30, 16.). Das nahm die Luft aus dem Ulmer Spiel: Offensiv fanden die Schwaben gegen giftige Falcons nun kaum noch ein Rezept; zum Pausentee sahen sich Pongo und Co. mit einem 44:32-Rückstand konfrontiert.   

Dieser Zwischenstand beflügelte die Hausherren: Bis zur 23. Minute erhöhte Nürnberg auf 52:38. Doch die Ulmer zogen sich selbst aus dem Loch: Freiwürfe von Krämer und Mittmann, und anschließend ein spektakulärer Block von Chrissi Philipps, den Pongo auf der Gegenseite in ein 3-Punkt-Spiel verwandelte, brachten Ulm wieder auf 53:47 heran (25.). Der aktive Pape und Pongo mit einem weiteren Dreier schlossen dann einem 19:4-Lauf zum Ausgleich ab (57:57, 28.). Doch erneut ließ sich das Jansson-Team durch einige Unkonzentriertheiten wieder aus dem Spiel bringen – mit 64:57 ging es ins letzte Viertel. Als Nürnbergs Omuvwie den Schlussabschnitt mit einem Dreier einläutete und Virgil Matthews zwei Zähler nachlegte, waren die Franken wieder auf 12 Punkte enteilt (69:57, 31.). In der Schlussphase konnten die Ulmer diesen Rückstand zwar noch einmal in den einstelligen Bereich bringen und so den direkten Vergleich sichern; doch am Ausgang des Spiels änderte das späte Comeback nichts mehr.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Ich glaube, wir hatten heute eine große Siegchance. Wir sind schlecht gestartet, haben uns dann aber gesteigert. Es hat viel Energie gekostet, sich immer wieder ins Spiel zurück zu kämpfen. In den entscheidenden Phasen waren wir leider defensiv zu nachlässig und haben nach ein, zwei gegnerischen Treffern den Faden verloren. Aber Respekt auch an Nürnberg: Sie haben sich heute komplett anders präsentiert als vor einem Monat.“

Es spielten: Joschka Ferner, David Krämer (je 18 Punkte), Björn Rohwer (14), Marcell Pongo (12, 6 Assists), Till Pape (11), Nils Mittmann (5, 6 Rebounds), Christoph Philipps (3), Marius Stoll, Nicolas Möbus, Jason George, Mate Fazekas.

Foto: Langer/Archiv.