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Trierer Serie spektakulär gestoppt

Heim-Auftakt ins Jahr 2018 geglückt: Die OrangeAcademy zeigt gegen die Gladiators Trier die beste Offensivleistung der Saison und revanchiert sich mit dem 99:85 (48:40)-Sieg für die Hinspiel-Niederlage.

Dass aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen war gegen Trier, war bekannt. Ob die OrangeAcademy nur drei Tage nach der Auswärtsniederlage in Vechta (87:76) – inklusive 1.300 Reisekilometern – aber auch die Körner besitzen würde, um das heißeste Team der Liga zu stoppen, hatte sich im Vorfeld nicht absehen lassen. Dennoch gelang es der OrangeAcademy beim Heimspiel-Auftakt 2018 nicht nur, die Serie der Gäste (4 Siege in Folge) zu unterbrechen, sondern auch die beste Offensivleistung der Saison aufs Parkett zu zaubern: Vor 730 Zuschauern am Kuhberg trafen die Hausherren 64 Prozent ihrer Feldwürfe und glänzten streckenweise mit spektakulärem Angriffsspiel und einer 21-Punkte-Führung (72:51). „Wir hatten heute das richtige Rezept: Einstellung, Intensität, Defensive – da hat vieles gestimmt. Zusätzlich war unsere Wurfauswahl gut, besonders in der ersten Hälfte“, lobte Head Coach Danny Jansson nach dem 99:85-Erfolg.

Spielverlauf: Bissige Defense, gute Ball-Zirkulation – der Auftakt konnte sich sehen lassen: Vor allem David Krämer startete aggressiv und markierte sieben der ersten 11 Ulmer Zähler (11:3, 3. Minute). Und Krämer blieb der Aktivposten im Spiel: Zwei Layups und ein Anspiel auf Chrissi Philipps brachten Ulm auf 19:12 in Front (5.). In der Folge kam Trier zwar besser ins Spiel und konnte mit zwei Dreiern verkürzen, doch das letzte Wort im ersten Viertel hatte Marcell Pongo: Mit der Schlusssirene traf der Ungar von „downtown“ zum 27:21. Punkte durch Rohwer und Fazekas sorgten in der 14. Minute dann für die höchste Führung des Abends (37:22) – ein „Wake-up-Call“ für die favorisierten Gäste: Mit einem 7:0-Run brachte sich Trier in der Folge zurück ins Spiel (37:29, 16.). Und während die Gastgeber nun einige Freiwürfe und zweite Wurfchancen liegen ließen, kamen die Gladiators peu-a-peu näher: Mit zwei Dreiern beendeten die Moselstädter eine erste Hälfte, die nach 20 Minuten wieder offen war (48:40).

Umso wichtiger war es dann, dass die Hausherren die zweite Hälfte mit zwei Dreiern bzw. einem 8:3-Lauf eröffnen konnten (58:46, 22.). Und dieser Run beflügelte Ulm: Die starken Krämer und Philipps erhöhten weiter, und nach einem Ferner-Dreier stand die Führung bei 21 Zählern (72:51, 27.). Doch dann setzte der Schlendrian ein: Einige Unkonzentriertheiten im Angriff und leichtfertig abgeschenkte Freiwürfe nutzte Trier, um bis zur Viertelpause auf 75:64 zu verkürzen. Dazu kam, dass Björn Rohwer nach einem strittigen Pfiff mit seinem fünften und unsportlichen Foul vom Feld musste; eine Situation, die Trier nutzte, um weiter aufzuschließen (78:70, 32.). Doch das junge Ulmer Team zeigte die richtige Reaktion: Mit Wut im Bauch und hohem defensivem Druck kam das Jansson-Team aus dem Timeout, forcierte prompt zwei Ballverluste und stoppte die Trierer Drangphase mit einem 6:0-Lauf (84:70, 34.). Und als dann erst Ferner und dann Pape von außen einnetzten, war Ulm vorentscheidend auf 90:72 davongezogen (35.).

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Heute hat sich wieder einmal gezeigt: Wenn alles zusammenpasst, dann können wir jeden in dieser Liga schlagen. Wir hatten heute das richtige Rezept: Einstellung, Intensität, Defensive – da hat vieles gestimmt. Zusätzlich war unsere Wurfauswahl gut, besonders in der ersten Hälfte. Für Trier war es nach dem deutlichen Sieg im Hinspiel mental sicherlich schwierig, sich richtig auf uns einzustellen, aber wir haben ihnen heute auch wenig angeboten. Wir sind mit dem richtigen Maß an Energie aufgetreten, deswegen hatte ich auch wenig Sorgen, als es im vierten Viertel noch einmal enger wurde.“

Es spielten: David Krämer (24 Punkte, 3/6 Dreier), Marcell Pongo (16, 12 Assists), Joschka Ferner (15, 3/4 Dreier), Till Pape (13), Nils Mittmann (12), Björn Rohwer (10), Christoph Philipps (4), Marius Stoll, Mate Fazekas (je 2), Nicolas Möbus.

Foto: Langer.