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An der Sensation geschnuppert

Die OrangeAcademy trotzt RASTA Vechta eine offene erste Hälfte ab und muss sich dem zuhause ungeschlagenen Tabellenführer beim 87:76 (47:42) erst kurz vor Schluss endgültig beugen.

20 Minuten auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer: Das war der OrangeAcademy schon im Hinspiel gegen RASTA Vechta Ende November gelungen (47:46). Beim Rückspiel im neuen Jahr sollte den Ulmern dieses Kunststück erneut glücken – und mehr noch: Anders als fünfeinhalb Wochen zuvor, als das Team von Danny Jansson nach dem Seitenwechsel hatte abreißen lassen müssen, blieb Ulm auch in der zweiten Hälfte im Spiel und bis zur 32. Minute (73:65) auf Schlagdistanz. „In der Schlussphase haben sich die Ballverluste und einfachen Fehler dann aber gehäuft – das hat Vechta direkt bestraft“, analysierte Coach Jansson den 9:0-Lauf, mit dem Vechta schließlich für die Entscheidung sorgte. Zuvor waren die Gäste vor allem dank starker Rebound-Arbeit (31:35 Bretter) und einem Marcell Pongo in Bestform im Spiel geblieben: Der 20-Jährige erzielte allein im dritten Viertel 13 Punkte und stellte mit insgesamt 26 Zählern seinen Saisonbestwert ein. „Offensiv haben wir die Würfe bekommen, die wir uns wünschen, und Marcell hatte als Scorer ein sehr starkes Spiel“, so Danny Jansson.

Spielverlauf: Es dauerte knapp drei Minuten, bis die OrangeAcademy die ersten Punkte aufs Tableau brachte; Anlaufschwierigkeiten, die Vechta zur ersten Führung nutzte (10:2, 3. Minute). Doch das junge Ulmer Team zeigte sich davon unbeeindruckt: Vor allem dank Marcell Pongo, der mit acht Punkten voran ging, schloss Ulm wieder auf 16:17 auf (7.), und ein Dreier von Joschka Ferner markierte wenig später gar die Führung (17:19, 8.). Von da an entwickelte sich ein offenes Duell, in dem das Ulmer Team gegen den Spitzenreiter keinen Zentimeter zurückwich: Dreier durch Rohwer und Ferner sorgten im zweiten Viertel für die höchste Ulmer Führung (26:30, 14.), die Vechta aber postwendend mit einem 10:0-Lauf beantwortete. Dennoch: Abschütteln ließen sich die Gäste nicht. Ein kraftvolles And-one von Till Pape und ein Korbleger von Chrissi Philipps brachten Ulm wieder auf einen Punkt heran (36:35, 17.); und nach einer 5-Punkte-Serie von David Krämer hatte das Jansson-Team gar wieder Oberwasser (41:42, 20.). Doch Vechta antwortete im Stile eines Klasse-Teams: Mit zwei Ballgewinnen und 6 Punkten drehten die Niedersachsen die Partie kurz vor der Halbzeit-Sirene wieder zu ihren Gunsten (47:42). 

Diesen Vorsprung baute der Tabellenführer nach dem Seitenwechsel rasch bis auf 12 Zähler aus (61:49). Doch der Ulmer Widerstand blieb ungebrochen: Defensiv bremste die Ulmer Zone Vechta vorübergehend aus, offensiv blieb Marcell Pongo „in the zone“. 13 Punkte des Ungarn im dritten Viertel sorgten dafür, dass die Gäste auch nach 30 Minuten auf Schlagdistanz waren (68:60). Just in dieser entscheidenden Phase musste Pongo dann aber mit Wadenkräften vom Feld – und diese Schwächung nutzte der Spitzenreiter postwendend: Während die Ulmer für einige Minuten Probleme hatten, gegen Vechtas Druck in ein geordnetes Halbfeld-Spiel zu finden, setzte sich RASTA mit einem 9:0-Lauf auf 82:67 ab. Dreieinhalb Minuten vor Schluss war im RASTA Dome damit die Entscheidung gefallen.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Ich hatte das Gefühl, dass wir heute ausgeruht und mit Energie in das Spiel gegangen sind. Leider konnten wir den Intensitätslevel in der Defensive nicht über 40 Minuten aufrechterhalten. In der Schlussphase haben sich die Ballverluste und einfachen Fehler gehäuft – das hat Vechta direkt bestraft. Offensiv dagegen haben wir die Würfe bekommen, die wir uns wünschen, und Marcell Pongo hatte als Scorer ein sehr starkes Spiel.“

Es spielten: Marcell Pongo (26 Punkte, 4/10 Dreier), David Krämer (16, 7 Rebounds), Joschka Ferner (12, 4/8 Dreier), Christoph Philipps (8), Till Pape (7, 8 Rebounds), Björn Rohwer (5), Nils Mittmann (2), Marius Stoll, Nicolas Möbus, Nicolas Bretzel.

Foto: Langer/Archiv.

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