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Müde Beine beim Jahresausklang

Die OrangeAcademy beendet das Kalenderjahr 2017 mit einer 68:51-Niederlage in Köln, die sich vor allem auf eine offensivschwache erste Halbzeit zurückführen lässt.

Wer am Donnerstagabend erst nach 20 Minuten zum Spiel der OrangeAcademy in Köln zuschaltete, dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben: 34:15 – so lautete der Halbzeitstand in der Lanxess-Arena. „Wir sind in der ersten Hälfte leider ohne Intensität aufgetreten und haben dann schnell auch den Fokus auf das Wesentliche verloren“, konstatierte Danny Jansson. Der Appell des Head Coaches in der Pause zeigte dann zwar Wirkung, konnte dem Spiel aber keine entscheidende Wendung mehr geben: Denn obwohl die Gäste nach dem Seitenwechsel zielstrebiger auftraten und die zweite Hälfte gewannen (34:36), kamen die Ulmer nicht mehr näher als auf 11 Punkte (59:48) heran und verloren letztlich mit 68:51. Der Aufsteiger geht damit mit einer Bilanz von vier Siegen und elf Niederlagen in die zweiwöchige Weihnachtspause, die erst am 3. Januar mit einem Auswärtsspiel in Vechta endet. „Wir haben gezeigt: Wenn wir die Intensität des Gegners matchen, können wir mit jedem in dieser Liga mitspielen. Dafür brauchen wir in der zweiten Saisonhälfte aber noch mehr Konstanz“, so Danny Janssons Fazit nach den ersten drei Saisonmonaten.

Spielverlauf: In Anfangsminuten, die unter dem Prädikat „abtasten“ liefen, legte die OrangeAcademy mit 0:4 vor (4. Minute). Erst dieser Vorsprung rüttelte auch die Kölner wach, die in der Folge durch besseres Ballmovement die Spielkontrolle erlangten (11:7, 7.). Es blieb aber ein an offensiven Highlights armes erstes Viertel (11:9). Fahrt nahm das Spiel dann erst zu Beginn des zweiten Durchgangs auf – zu Ungunsten der Gäste: Zwei Ballverluste nutzte Köln zu einem schnellen 7:2-Lauf (18:11, 12.). Und während die Rheinländer sich mit zwei weiteren Dreiern auf 24:13 absetzten konnte das Jansson-Team seine wenigen offenen Würfe gegen eine bissige Kölner Defensive nicht verwerten. Stattdessen dauerte es 6 Minuten, ehe Ulm durch Chrissi Philipps wieder zu Punkten kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Köln bereits auf 16 Zähler (31:15, 18.) abgesetzt. Ein ernüchterndes zweites Viertel endete mit einem 34:15-Halbzeitrückstand.

Nach einem Ulmer 5:0-Start in die zweite Hälfte las sich das Ergebnis sogleich etwas freundlicher, doch Köln zündete direkt den Turbo und enteilte auf 42:20 (23.). Dennoch lief das Offensivspiel nun deutlich flüssiger, was nicht nur Marcell Pongo bewies, der seine Mitspieler zweimal in Folge schön in Szene setzte (47:32, 26.). Und als Rohwer wenig später seinen zweiten Dreier traf, war Köln wieder in Sichtweite (52:39, 29.). Die Gäste hielten nun mit deutlich konzentrierterem Spiel dagegen und als David Krämer Mitte des Schlussviertels auf 59:48 verkürzte (35.), war der Rückstand so klein wie zuletzt im zweiten Abschnitt. Doch dem Ulmer Team fehlte es an Nachhaltigkeit, um den Favoriten nochmal in Gefahr zu bringen: Zwei Ballverluste in Folge spielten den Kölnern in die Karten, die sich wieder auf 65:48 absetzten (37.).

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „In der ersten Hälfte sind wir leider ohne Intensität aufgetreten und haben dann schnell auch den Fokus auf das Wesentliche verloren. In der zweiten Hälfte hat sich das geändert – wir haben gekämpft, gut gereboundet und auch solide verteidigt. Leider haben wir uns immer dann, wenn wir auf elf, 12 Punkte herankamen, unnötige Ballverluste geleistet. Insgesamt war die erste Saisonhälfte noch von großen Leistungsschwankungen geprägt. Wir haben gegen Topteams gut ausgesehen, aber auch Spiele hoch verloren. Wir haben aber gezeigt: Wenn wir die Intensität des Gegners matchen, können wir mit jedem in dieser Liga mitspielen. Dafür brauchen wir aber noch mehr Konstanz.“

Es spielten: Björn Rohwer (17 Punkte, 7 Rebounds), David Krämer (12, 7), Marcell Pongo (7), Till Pape (6), Nico Möbus (3), Nils Mittmann, Marius Stoll, Christoph Philipps (je 2), Joschka Ferner, Jason George, Mate Fazekas, Timo Lanmüller.

Foto: Gero Müller-Laschet / RheinStars Köln.