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Eine Begegnung mit der Vergangenheit

Im Duell mit Tabellennachbar Nürnberg will die OrangeAcademy am Sonntag (17 Uhr) ihre Negativserie beenden / Ex-Ulmer Omuvwie und Maier kommen an den Kuhberg.

Ulm gegen Nürnberg – eine Paarung, bei der wohl nur die Alteingesessenen unter den Ulmer Basketball-Fans aufmerken werden. Denn lang ist es her, dass sich Schwaben und Franken legendäre Zweitliga-Schlachten lieferten – genau genommen 12 Jahre: Damals übertrumpfte ein junges Nürnberger Team um Julius Jenkins den Aufstiegsfavoriten Ulm im Rennen um die Zweitliga-Meisterschaft. Immerhin: nach einem Seuchenjahr konnte sich Ulm kurz vor Ende der Saison 2004/05 noch mit einem 89:82-Sieg revanchieren. Doch nicht nur deshalb ist das Heimspiel gegen die Falcons Nürnberg am Sonntag (17 Uhr, Kuhberghalle) eine Begegnung mit der Vergangenheit. Zum aktuellen Nürnberger Kader gehören nämlich auch die Ex-Ulmer Marvin Omuvwie (in Ulm von 2013 bis 2017) und Jonathan Maier (2013 bis 2015). „Es wird sehr spannend, gegen sie zu spielen. Jonathan ist meiner Meinung nach Nürnbergs Schlüsselspieler und wie Marvin ein Spiel beeinflussen kann, wissen wir alle“, so Head Coach Danny Jansson.

Nach turbulenten Jahren mit BBL-Aufstieg (2005), Abstieg (2007) und dem Neustart in der ProB (2008) hat sich der Nürnberger Basketball seit 2011 wieder in der Zweiten Liga festgesetzt. „Das klare Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Head Coach Ralph Junge, der für dieses Unternehmen einen Mix aus erfahrenen und jungen Spielern nach Nürnberg geholt hat: Neben Routiniers wie Virgil Matthews (34 Jahre) und Dan Oppland (33) gehören auch die Youngster Omuvwie (20), Moritz Sanders (19) oder Nils Haßfurther (18) zur festen Rotation bei den Falcons. „Nürnberg ist in einer ähnlichen Situation wie wir: Ihr Kader ist ähnlich strukturiert wir unserer, sie haben schon sehr gute Leistungen gezeigt, aber auch hohe Niederlagen kassiert“, so Danny Janssons Analyse.

Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Nürnberg ist in einer ähnlichen Situation wie wir derzeit: Ihr Kader ist ähnlich strukturiert wir unserer, sie haben schon sehr gute Leistungen gezeigt, aber auch hohe Niederlagen kassiert. Es fällt daher schwer, eine Prognose für Sonntag zu treffen. Letztendlich wird vieles auf Intensität und Ballkontrolle ankommen. Nürnberg hat einige sehr erfahrene US-Amerikaner, aber auch talentierte Youngster. Jonathan Maier ist meiner Meinung nach ihr Schlüsselspieler: Er hat sehr viele Ballkontakte und ist eine große Präsenz am Korb.“

Good to know Die doppelte Ladung Ex-Uuulmer kommt am Sonntag mit Nürnberg an den Kuhberg. Aufstiegsheld Marvin Omuvwie – der mit einem Tip-Dunk und zwei Freiwürfen am Ende des zweiten Finalspiels maßgeblich zur ProB-Meisterschaft beigetragen hatte – sucht noch seine Rolle in der „Falcons“-Rotation (16 Min. / 5,0 Punkte). Jonathan Maier dagegen hat nach den Stationen Weißenfels und Kirchheim seine sportliche Heimat im Frankenland gefunden und ist aktuell viertbester Scorer im Junge-Team (9,4 Punkte).

Foto Harry Langer