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Ohne Chance in Trier

Die OrangeAcademy erlebt bei wie entfesselt aufspielenden RÖMERSTROM Gladiators Trier einen schwarzen Abend und verliert mit 102:66 (60:41).

Gedacht war die Reise nach Trier zur „Fehlerreduzierung“, wie Danny Jansson im Vorfeld gesagt hatte. Doch aus dem Wunsch des Ulmer Head Coaches wurde nichts – im Gegenteil: Die gastgebenden „Gladiators“ zeigten am Sonntagabend ein völlig anderes Gesicht als bei den vorigen drei Niederlagen und fügten der OrangeAcademy beim 102:66 (60:41) die höchste Saisonniederlage zu. „Wir als jüngste Mannschaft der Liga sollten die meiste Energie haben, aber die hatten wir heute nicht“, bilanzierte Topscorer David Krämer (22 Punkte) nach einem Spiel, das schon in der ersten Hälfte seine Vorentscheidung fand: Denn während Trier aus allen Lagen hochprozentig traf und zudem die klare Reboundhoheit hatte (45 vs. 29), war Ulm schon nach 12 Minuten mit 37:16 im Hintertreffen. „Trier ist mit großer Intensität in das Spiel gegangen – für sie war es heute sichtbar ein Must-Win-Game. Wir haben darauf überhaupt nicht gut reagiert und uns sehr früh den Schneid abkaufen lassen“, so das Fazit von Danny Jansson.

Spielverlauf: Nach einem ordentlichen Start (4:5, 2. Minute) ging die Spielkontrolle schnell in Trierer Hand über. Drei schnelle Dreier der Gastgeber sorgten für den ersten klaren Ulmer Rückstand (15:6, 5.), und weil die Gäste anschließend fast fünf Minuten ohne Feldkorb blieben, betrug der Rückstand schon zum Viertelende 14 Zähler (28:14). Schmerzhaft war dann der 9:2-Lauf zu Viertelbeginn, der wie entfesselt aufspielende Pfälzer bis auf 37:18 in Führung brachten. Erst nach einer Auszeit kam Ulm dann offensiv etwas besser in Gänge: Vor allem Marcell Pongo und Nils Mittmann übernahmen nun die Scoring-Arbeit – allein: in der Defense haperte es weiterhin. So erzielte Ulm zwar im zweiten Abschnitt 27 Zähler, kam gegen die schnelle Trierer Ballbewegung aber kaum hinterher und ging mit einem 60:41-Defizit in die Kabine.

Mit dieser Hypothek im Rücken startete die Academy in eine schwere zweite Hälfte. Und es kam noch härter: Erst schied Marcell Pongo nach einem Zusammenprall mit einer Knieverletzung aus (von der er später aber zurückkehren konnte), dann erhöhte Trier mit zwei Dreiern auf 68:44 (24.). Und dieser Trierer Vorsprung hielt stabil, vor allem weil die Gastgeber scharf von außen schossen und sich dazu viele zweite Wurfchancen sicherten. Nachdem die Differenz bis zur Viertelpause auf 27 Zähler angewachsen war (85:58), verteilte Coach Jansson vermehrt Minuten an seine Youngster Timo Lanmüller und Mate Fazekas. In einer einseitigen Partie kamen beide so am Ende auf 12 bzw. 6 Minuten Einsatzzeit.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Trier ist mit großer Intensität in das Spiel gegangen – für sie war es heute sichtbar ein Must-Win-Game. Wir haben darauf überhaupt nicht gut reagiert und uns sehr früh den Schneid abkaufen lassen. Momentan hakt es in unserem Spiel nicht so sehr an taktischen Dingen, sondern an Grundsätzlichem wie Rebounding und Ballkontrolle. Dafür müssen wir schleunigst Lösungen finden.“

Es spielten: David Krämer (22 Punkte), Marcell Pongo (15), Nils Mittmann (12), Till Pape (8), Björn Rohwer (5), Mate Fazekas, Nicolas Möbus (je 2), Joschka Ferner, Marius Stoll, Timo Lanmüller.

Foto: Langer/Archiv.