BREAKING NEWS

Mission Fehlerreduzierung an der Mosel

Wenn die OrangeAcademy am Sonntag (17 Uhr) bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier antritt, geht es vor allem darum, das eigene Spiel zu verbessern.

Tabellenzwölfter gegen Tabellen-14., vier Saisonsiege gegen drei, Trier gegen Ulm: Das pfälzisch-schwäbische Duell am Sonntag (17 Uhr) ist zu diesem Zeitpunkt der Saison für beide Seiten ein wichtiges. Denn in der Arena Trier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ein Erfolgserlebnis aktuell gut gebrauchen können: Während die OrangeAcademy nach einem harten November-Programm (Kirchheim, Chemnitz, Hamburg, Vechta sowie zuletzt Heidelberg) vier Niederlagen in Folge auf dem Konto hat, ist Trier seit drei Spielen ohne Sieg. Eine Negativserie, die die Moselstädter im Playoff-Rennen zurückgeworfen hat und auch für Danny Jansson überraschend kam, denn:  „Trier hat viele erfahrene Spieler mit hoher Qualität“, warnt der Ulmer Coach, der sein Augenmerk in der Vorbereitung trotzdem mehr auf das eigene Team legt: „Wir haben zuletzt zu viele Fehler gemacht – vor allem defensiv. Insofern geht es darum, dass wir zunächst einmal selbst wieder besser spielen.“

In Trier gibt es nicht nur eine lange Bundesliga-Tradition – auch der jetzige Kader versprüht noch viel BBL-Fair. Der niederländische Coach Marco van den Berg arbeitete von 2011 bis 2013 in Bayreuth, und die Co-Kapitäne Jermaine Bucknor (117 Erstliga-Spiele) und Simon Schmitz (162) kommen allein auf mehr Profi-Einsätze als der gesamte Ulmer Kader. Trotz aller Qualität hakte es in den zurückliegenden Wochen aber vor allem defensiv (durchschnittlich 91,0 zugelassene Punkte in drei Spielen). Marco van den Berg war nach der jüngsten 84:76-Niederlage in Ehingen entsprechend bedient: „Wir haben uns vor allem in der ersten Hälfte versteckt. So kannst du in der 2. Basketball-Bundesliga nicht gewinnen.“

Quotes
Danny Jansson:
„Trier hat viele erfahrene Spieler mit hoher Qualität, die schon in der Bundesliga gespielt haben. Trotzdem haben wir in dieser Woche viel auf uns selbst geschaut. Wir haben zuletzt zu viele Fehler gemacht – vor allem defensiv. Insofern geht es darum, dass wir zunächst einmal selbst wieder besser spielen.“

Good to know Wer Trier automatisch im Bundesliga-Oberhaus verortet, liegt nicht ganz falsch: Zwischen 1990 und 2015 spielten die Pfälzer insgesamt 25 Jahre in der BBL und feierten in dieser Zeit zwei Pokalsiege (1998 und 2001). 2015 brachte eine Insolvenz den Traditionsclub aber ins Schlingern und schließlich ins Unterhaus. Dort läuft nun der Konsolidierungs-Prozess, der auch sportlich mit zwei Playoff-Teilnahmen schon erste Erfolge vorweisen kann.

Foto Matthias Stickel