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Gebrauchter Tag gegen Heidelberg

Mit stotterndem Offensiv-Motor und „zu niedrigem Energie-Level“ (Danny Jansson) verliert die OrangeAcademy am Freitagabend mit 63:83 (28:39) gegen Playoff-Anwärter Heidelberg.

Es gibt Tage, was will einfach nichts zusammenlaufen. Als David Krämer Mitte des Schlussviertels der Ball ohne Bedrängnis aus den Händen glitt und einen Turnover zur Folge hatte, schien sich diese Erkenntnis bei den 550 Zuschauern durchzusetzen, die zum Heimspiel gegen Heidelberg an den Kuhberg gekommen waren. Anderthalb Viertel lang war die OrangeAcademy gleichauf gewesen mit dem Tabellensiebten (27:28). Dann brachen dem jüngsten Team der Liga vor allem die schwache Dreier-Quote (5/26) und insgesamt 20 Ballverluste das Genick. Das routinierte Heidelberger Team nutzte die Ulmer Schwächen am Ende gnadenlos aus und fuhr letztlich einen ungefährdeten 63:83-Sieg ein. „Im zweiten Viertel haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren und dann leider schlecht reagiert. Unser Energie-Level war von da nicht mehr gut genug“, analysierte Head Coach Danny Jansson nach dem 12. Saisonspiel.

Spielverlauf: Nach einer schleppenden Anfangsphase nahm die Partie erst mit einem Slam Dunk von Björn Rohwer Fahrt auf (8:11, 5. Minute). Eine verbesserte Defensive und vier Freiwürfe in Folge durch den aggressiven Chrissi Philipps sorgten dann für die erste Ulmer Führung (14:13, 7.). Weil auf beiden Seiten aber die Defensivreihen stabil standen und speziell von außen wenig fiel (2/11 bzw. 2/9), blieb das Spiel eng – bis bei den Heidelbergern die BBL-Routiniers das Heft in die Hand nahmen: Shy Ely und Martin Seiferth zwangen Danny Jansson mit einem 8:2-Lauf zur Auszeit (27:32, 17.). Die Gäste legten unbeeindruckt fünf weitere Punkte nach und führten in der 18. Minute erstmals zweistellig (27:37). Das Ulmer Manko in dieser Phase: Viereinhalb Minuten ohne eigenen Feldkorb.

Und der 28:39-Halbzeitrückstand erwies sich als große Hypothek: Die OrangeAcademy kam offensiv zwar konzentrierter aus der Pause und blieb auf Schlagdistanz (36:44, 23.), der Anschluss gelang aber nicht. Besonders bitter: Gerade, als David Krämer kurz vor der letzten Viertelpause mit zwei Freiwürfen auf 51:57 gestellt hatte, traf Gäste-Guard Shy Ely den Buzzerbeater zum 51:60. Auf der Gegenseite wollte bei Ulm weiterhin nichts fallen: Während die nächsten sechs Academy-Dreier allesamt ihr Ziel verfehlten, zog Heidelberg peu-a-peu davon. Als die Neckarstädter zwei Ulmer Ballverluste per Distanztreffer beantworteten, war der Rückstand auf 54:74 angewachsen (35.). So gewährte Danny Jansson in den Schlussminuten seinen jüngsten Spielern weitere Minuten, die der 16-jährige Timo Lanmüller zu seinen ersten beiden ProA-Punkten nutzte. 

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Im zweiten Viertel haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren und dann leider schlecht reagiert. Unser Energie-Level war von da nicht mehr gut genug – deshalb haben wir das Spiel auch verdient verloren. Wir hatten heute einen schlechten Wurf-Tag, das kann passieren. Dennoch haben wir uns am Schluss ein wenig in unser Schicksal gefügt; damit bin ich nicht glücklich.“

Es spielten: David Krämer (15 Punkte, 6 Rebounds), Björn Rohwer (11), Nils Mittmann (9, 6 Rebounds), Joschka Ferner (9), Till Pape (8), Marcell Pongo, Christoph Philipps (je 4), Timo Lanmüller (2), Nicolas Möbus (1), Marius Stoll, Jason George.

Foto: Langer/Archiv.