BREAKING NEWS

Ulmer Offensivfeuerwerk von Vechta gestoppt

Die OrangeAcademy spielt gegen RASTA Vechta eine Halbzeit lang stark auf, kann dem Druck des Aufstiegsaspiranten in der zweiten Hälfte aber nicht mehr standhalten und verliert mit 77:91 (47:46).

Dass gegen ein Spitzenteam schon wenige Fehler bitterböse bestraft werden, musste die OrangeAcademy am Samstagabend am eigenen Leib erfahren. Fast 20 Minuten spielte der schwäbische Underdog vor 600 Zuschauern am Kuhberg „unseren Basketball“ (Head Coach Danny Jansson) und führte zwei Minuten vor der Halbzeit mit 48:41 gegen RASTA Vechta. Dann waren es noch vor der Pause zwei Dreier des Tabellenzweiten, die Ulm den Wind aus den Segeln nahmen. Und nach dem Seitenwechsel nutzte der Favorit eine weitere Ulmer Schwächephase für einen 11:2-Lauf zum 54:63. „In der ersten Hälfte haben wir Academy-Basketball gespielt – mit harter Defensive, starkem Rebounding und guter Ballbewegung. Dann hatten wir sieben schlechte Minuten, und ein so gutes Team wie Vechta bestraft das natürlich gnadenlos“, so Coach Janssons Analyse. Vor allem gegen den gesteigerten Druck der Niedersachsen fand die OrangeAcademy in der zweiten Hälfte phasenweise kein Mittel (11 Ballverluste).

Spielverlauf: Zu Beginn war von den tabellarischen Unterschieden nichts zu sehen – im Gegenteil: Nach Vechtas Auftakttreffer zum 0:2 spielten sich die Ulmer in einen Rausch, trafen ihre nächsten vier Würfe und zwangen Gäste-Coach Doug Spradley beim Stand von 11:2 zur Auszeit (3. Minute). Die zeigte dann zumindest bei Seth Hinrichs Wirkung: Der RASTA-Topscorer sorgte mit 12 Punkten fast im Alleingang dafür, dass die Gäste zum Viertelende wieder auf 26:23 aufgeschlossen hatten. Doch davon ließ sich das Jansson-Team nicht beeindrucken: Defensiv mit schnellen Fingern und offensiv mit guter Ballbewegung setzte sich Ulm wieder auf 37:28 ab (13.). Auch wenn Vechta anschließend physischer auftrat: Ulm blieb cool und war nach einem Mittmann-Dreier wieder mit sechs Punkten vorn (47:40, 38.). Umso unglücklicher war es dann, dass die Gäste mit ihren letzten zwei Würfen des Viertels noch zum 47:46 kamen.

Vechtas Anschluss brachte dann prompt Unruhe ins Ulmer Spiel: Zwei einfache Ballverluste nutzte der Favorit zum Führungswechsel (53:57, 25.), und fünf Punkte des Ex-BBL-Spielers Josh Young sorgten für die bis dato höchste Gäste-Führung (53:62, 26.). Die Academy ließ rund um den Korb nun viele Würfe liegen und sah sich vor dem Schlussviertel mit einem 58:68-Rückstand konfrontiert. Vor allem im Spielaufbau wurzelten die Probleme: Nachdem Ulm zweimal bereits in der Vorwärtsbewegung den Ball hergeschenkt hatte, traf erst Gonzalvez und dann Christen für Vechta von „downtown“ (63:76, 33.). Erst ein 5-Mann-Wechsel von Danny Jansson brachte wieder Struktur ins Ulmer Spiel, und nach fünf Punkten von Marcell Pongo schnupperte der Underdog noch einmal kurz am Comeback (75:86, 37.). Insgesamt präsentierte sich Vechta aber am Schluss zu routiniert, um noch einmal etwas anbrennen zu lassen.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „In der ersten Hälfte haben wir unseren Basketball gespielt – mit harter Defensive, starkem Rebounding und guter Ballbewegung. Dann hatten wir sieben schlechte Minuten, und ein so gutes Team wie Vechta bestraft das natürlich gnadenlos. Wir haben gegen ihren Druck den Ball mehrmals viel zu leicht hergeschenkt. Es ist schade, dass wir unser Level nicht über 40 Minuten aufrechterhalten konnten, denn sonst wäre hier heute eine Überraschung möglich gewesen.“

Es spielten: Nils Mittmann, Björn Rohwer (je 15 Punkte), David Krämer (14), Marcell Pongo (11, 8 Assists), Christoph Philipps, Till Pape (je 8), Nicolas Möbus (4), Joschka Ferner (2), Marius Stoll, Mate Fazekas, Nicolas Bretzel, Timo Lanmüller.

Foto: Langer.