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Dezimierten Ulmern geht hinten raus die Puste aus

Beim Tabellendritten Hamburg ist die OrangeAcademy über 36 Minuten ebenbürtig, muss personell geschwächt dann jedoch abreißen lassen und verliert mit 98:86 (44:39).

Auf ein Mehr an Energie hatte Danny Jansson vor dem Spiel in Hamburg gehofft, nicht zuletzt auf Grund der Anfahrt mit der Deutschen Bahn. Am Ende half aber auch der neue Reise-Komfort nicht – denn beim Tabellendritten ging der OrangeAcademy aus einem anderen Grund der Sprit aus: Bis zur 36. Minute (78:74) schnupperten die Ulmer in Hamburg an der Überraschung; als dann mit Joschka Ferner aber der vierte Leistungsträger mit seinem fünften Foul vom Platz musste, brach der Widerstand der Gäste. Bis dato war Ulm über 36 Minuten auf Augenhöhe mit den Hanseaten gewesen, nicht zuletzt dank starker Rebound-Arbeit (19 Offensiv-Rebounds) und einer Zonen-Verteidigung, an der sich Hamburg lange Zeit die Zähne ausgebissen hatte. „Am Ende war es für uns unheimlich schwer ohne vier wichtige Spieler. Wir haben mit großer Leidenschaft gespielt und gut gereboundet, aber 34 Fouls steckt man als Team nicht einfach so weg“, so Head Coach Danny Janssons Resümee.

Spielverlauf: Die Anfangsphase gehörte vor allem einem Mann: Jonathon Williams! Der Power Forward der Towers erzielte 9 der ersten 14 Hamburger Punkte und war damit maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Gastgeber früh ein Polster erspielten (21:14, 7. Minute). Erst im zweiten Viertel hatte sich Ulm auf Williams eingestellt – und fand so zurück ins Spiel: Starke drei defensive Minuten, in denen das Jansson-Team Hamburg keinen Punkt erlaubte, brachten die Gäste erstmals in Führung (25:28, 13.). Der OrangeAcademy fehlte aber die offensive Konstanz, um den Vorsprung zu verteidigen. Während Ferner und Rohwer vier Freiwürfe liegen ließen, war auf Towers-Seite nun Jonathon Williams zurück: Hamburgs One-Man-Show markierte in den finalen 5 Minuten der ersten Halbzeit 11 Zähler und war zur Halbzeit damit der personifizierte Unterschied in einer engen Partie (44:39).

Der Start in Hälfte zwei misslang den Gästen dann: Drei Ballverluste ermöglichten aggressiver verteidigenden Hamburgern einen 8:0-Lauf (50:39, 22.). Erst die Umstellung auf Zonen-Verteidigung kippte das Mommentum: Während Hamburg aus dem Rhythmus geriet, übernahm auf der Gegenseite David Krämer, der Ulm mit 8 Punkten im Spiel hielt (58:52). Und als Nico Bretzel dann ein Anspiel von Marius Stoll akrobatisch in den Korb tippte, waren die Schwaben auf zwei Zähler dran (64:62). Für Sorgenfalten sorgte aber die Foulbelastung: Während Danny Jansson notgedrungen viel rotieren musste, traf Hamburg zwei Dreier direkt ins Ulmer Herz (76:67, 35.). In einer zerfahrenen Schlussphase kam Ulm zwar nochmal auf 78:74 heran (36.); als mit Ferner aber der vierte Ulmer Spieler ausfoulte, hatten die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen.

Quotes

Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Am Ende war es für uns unheimlich schwer ohne vier wichtige Spieler. Wir haben mit großer Leidenschaft gespielt und gut gereboundet, aber 34 Fouls steckt man als Team nicht einfach so weg. In der ersten Hälfte hat uns Jonathon Williams sehr weh getan. Nach der Pause hat unsere Zonen-Verteidigung dann den Rhythmus des Spiels verändert und uns zurück ins Spiel gebracht. Aber es kostet viel Kraft, immer hinterherzulaufen. Trotzdem waren wir bis zum Schluss im Spiel – ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen.“

Es spielten: David Krämer (21 Punkte), Björn Rohwer (19, 13 Rebounds), Marcell Pongo (10, 7 Assists), Till Pape, Nicolas Bretzel (je 8), Nils Mittmann, Joschka Ferner (je 5), Marius Stoll, Christoph Philipps (je 4), Jason George (2).

Foto: Harry Langer/Archiv.