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Kämpferherz wird nicht belohnt

Die dezimierte OrangeAcademy bringt Chemnitz an den Rand einer Niederlage, verfehlt aber kurz vor Schluss den Wurf zur Verlängerung und verliert knapp mit 72:67 (31:27).

Ihre Siegesserie konnte die OrangeAcademy am Samstagabend in Chemnitz nicht fortsetzen. Trotzdem konnte das Ulmer Team das Parkett der Richard-Hartmann-Halle nach dem 72:67 erhobenen Hauptes verlassen – denn der Kampfgeist der Gäste hatte gestimmt. Allen Widerständen zum Trotz: Denn obwohl Joschka Ferner und Till Pape (beim BBL-Team) fehlten und Björn Rohwer früh mit Foulproblemen ausschied, kämpften die dezimierten Schwaben bei den punktgleichen NINERS bis zum Ende. Mit einem 0:6-Lauf in der Schlussminute sorgte das Ulmer Team nochmal für den 67:70-Anschluss, und nur ein Marcell-Pongo-Dreier fehlte, um die Gäste mit einer Verlängerung zu belohnen. „Wir haben heute nicht herausragend gespielt, aber sind im Spiel geblieben und hatten auch dank unserer zweiten Garde eine Siegchance“, so Danny Jansson, der aber auch feststellte: „Hätten wir von Beginn an konzentrierter gespielt, dann hätten wir dieses Spiel gewonnen.“

Spielverlauf: Die Anfangsphase war Marcell-Pongo-Time! Mit 8 Zählern führte der ungarische Guard sein Team zu einer 9:12-Führung (7. Minute). Danach kam aber ein Bruch ins Ulmer Spiel: Turnover (5) und eine „Nuller-Ausbeute“ von der Dreierlinie (0/7) sorgten dafür, dass Ulm viertelübergreifend satte 7 Minuten auf den nächsten Korb warten musste. Als Krämer die Dürre-Periode schließlich per Steal und Dunk beendete, hatte Chemnitz das Zepter bereits übernommen (17:14, 14.). Ein anschließender 7:0-Run der Sachsen sorgte dafür, dass der Abstand auf 24:14 (16.) anwuchs. Gerade, als im Ulmer Spiel kaum etwas lief, setzte das Jansson-Team dann zum Comeback an: In den letzten 80 Sekunden der Halbzeit legten Krämer und Co. einen 7:0-Lauf aufs Parkett, den Nico Bretzel mit der Sirene per Tip-In abschloss (31:27). 

Damit hatten sich die Gäste in die Partie gekämpft – und gaben nicht mehr klein bei: Obwohl durch Foulprobleme geschwächt, erkämpfte sich Ulm dank Mate Fazekas und Chrissi Philipps nach dem Seitenwechsel den Ausgleich (38:38, 26.). Und auch von einer 48:43-Führung vor dem Schlussviertel ließ sich das junge Academy-Team nicht beirren: David Krämer brachte seine Farben 7 Minuten vor Schluss mit einem schweren Dreier wieder auf 55:53 heran. Und genauso selbstbewusst war das Alley-Oop-Play von Pongo auf Bretzel, das Ulm erneut „auf zwei“ heranbrachte (57:55, 35.). Die Schlussphase bot dann nochmal alles: Während Ulm ohne den ausgefoulten Björn Rohwer nun auf dem Zahnfleisch ging, bescherten drei Dreier den Hausherren ein 9-Punkte-Polster (70:61). Doch Freiwürfe und ein Steal plus Korbleger von Chrissi Philipps machten die Partie 27 Sekunden vor Schluss nochmal spannend (70:67). Die Chance zum Ausgleich von „downtown“ vergab dann Marcell Pongo.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Zu Beginn waren unser Fokus und unser Energielevel nicht gut. Wir haben nicht herausragend gespielt, aber sind im Spiel geblieben und hatten auch dank unserer zweiten Garde eine Siegchance. Chrissi Philipps hat sehr viel Leidenschaft ins Spiel gebracht, Mate Fazekas hat Akzente gesetzt und Jason George defensiv den Ton gesetzt. Hätten wir von Beginn an konzentrierter gespielt, dann hätten wir dieses Spiel gewonnen.“

Es spielten: David Krämer (20 Punkte, 8 Rebounds), Nicolas Bretzel (14, 5 Reb), Marcell Pongo (13, 9), Christoph Philipps (12), Nils Mittmann, Mate Fazekas (je 4), Marius Stoll, Jason George, Björn Rohwer, Timo Lanmüller.

Foto: Langer/Archiv.