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Nervenstark zum ersten Auswärtssieg

Kein Halloween-Horror in Baunach: Die OrangeAcademy behält in einer Defensivschlacht beim Tabellenletzten die Nerven und fährt den langersehnten zweiten Saisonsieg ein (56:67).

Schön war es nicht immer, was am Dienstagabend in der Graf-Stauffenberg-Halle zu sehen war. Doch letztlich wurde der Halloween-Abend nicht zum Gruselabend für die OrangeAcademy – nicht zuletzt, weil das Ulmer Team einen hart erkämpften Sieg nervenstark nach Hause brachte: „Der Unterschied zu den letzten Spielen war, dass wir unseren Fokus in der Verteidigung gewahrt haben“, so Head Coach Danny Jansson nach dem 56:67 (27:36)-Erfolg, den im Angriff Dreier durch Joschka Ferner und Nils Mittmann sowie sechs Freiwürfe in Folge unter Dach und Fach brachten. Ohnehin: in einer an offensiven Highlights armen Partie war es die Ulmer Distanzstärke (11 Dreier), die Baunach (1/13 von „downtown“) den Zahn zog. Besonders Ferner legte mit fünf Dreiern in Halbzeit eins (insgesamt sechs) den Grundstein zum ersten Auswärtserfolg. „Joschkas Dreier am Anfang haben für einen Vorsprung gesorgt, der uns die Chance gab, das Spiel danach zu kontrollieren. Das war ein großer Vorteil“, so Jansson.

Spielverlauf: Feuer frei – so lautete das Motto der Anfangsphase! Angeführt von Joschka Ferner (9 Punkte) versenkte die OrangeAcademy in den ersten fünfeinhalb Minuten spektakuläre fünf Dreier und legte so mit 12:19 vor. Zwei punktlose Minuten zum Viertelende verhinderten eine höhere Führung nach Durchgang eins. Nachdem Ferner aber seinen vierten Distanzwurf versenkt und Björn Rohwer vier weitere Zähler hinzugefügt hatte, war die Ulmer Führung wenig später auf dem höchsten Stand (18:31, 12.). Doch dann schlich sich der Schlendrian ein: Ein Mittmann-Sprungwurf blieb für über 6 Minuten der einzige Punkt der Gäste, die Baunach damit zum Anschluss einluden. Nach dem fünften Ulmer Ballverlust des Viertels legte Young-Pikes-Topscorer Chris Fowler im Fastbreak zum 27:33 ab (19.). Erst der fünfte Ferner-Dreier brach 13 Sekunden vor der Halbzeit den Bann und hob den Vorsprung wieder auf 9 Zähler an (27:36).

Nach der Pause entwickelte sich dann endgültig ein Abnutzungskampf mit spärlichen Highlights – dafür aber mit viel Kampf um jeden Korb. Als die Gastgeber zwei seltene Treffer in Folge landeten, betrug die Differenz nur noch vier Punkte (39:43, 28.). Ein Dreier von David Krämer auf Anspiel von Marius Stoll nahm dann zunächst den Druck vom Kessel (41:46, 29.). Zwei wichtige Aktionen durch Rohwer und der sechste Dreier von Ferner sorgten dann für den entscheidenden Crunchtime-Schub. Nach einer weiteren Distanzbombe durch Krämer war der Vorsprung erstmals seit Viertel zwei wieder zweistellig (51:61, 37.). Zwar kam Baunach schnell nochmal auf 56:62 heran (39.), doch sechs nervenstarke Ulmer Freiwurf-Treffer „tüteten“ den zweiten Saisonsieg dann final ein.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Das war heute ein intensives Spiel. Baunach hat hart gespielt und uns in eigenen Phasen sehr zugesetzt. Aber der Unterschied zu den letzten Spielen war, dass wir unseren Fokus in der Verteidigung gewahrt haben. Besonders im 4. Viertel war unsere beste Offense die Defense, über die wir leichte Punkte generiert haben. Joschkas Dreier am Anfang haben für einen Vorsprung gesorgt, der uns die Chance gab, das Spiel danach zu kontrollieren. Das war ein großer Vorteil.“

Es spielten: Joschka Ferner (18 Punkte, 6/9 Dreier), Nils Mittmann (16), Björn Rohwer (11, 8 Rebounds), David Krämer (11), Marcell Pongo (7, 5 Steals), Nicolas Bretzel (4), Marius Stoll, Christoph Philipps, Nicolas Möbus, Till Pape, Timo Lanmüller.

Foto: Langer/Archiv.