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Hagener Dreier entscheiden Talentschmieden-Showdown

Chance vertan: Die OrangeAcademy verliert mit 60:75 (33:31) gegen Phoenix Hagen und gibt dabei ein Spiel aus der Hand, das 20 Minuten lang kontrolliert wurde.

Die OrangeAcademy verliert am 6. Spieltag das Duell der Talentschmieden gegen Phoenix Hagen mit 60:75. Gegen den Tabellenvierten aus Südwestfalen war das Team von Danny Jansson 20 Minuten obenauf, ehe in der zweiten Hälfte vor allem die Dreier-Dominanz der „Feuervögel“ den Unterschied machte. Nachdem es die Ulmer vor 800 Zuschauern vor allem in der ersten Hälfte versäumt hatten, mit vielen offenen Würfen für ein klareres Polster zu sorgen (insgesamt: 6/27 Dreier), traf Hagen nach dem 58:60-Anschluss (34. Minute) durch Nils Mittmann die „big shots“ – insbesondere von außen (11/24). Unter den Augen von Per Günther trug auch der jüngste Günther-Zögling Jasper mit einem Career-High von 11 Zählern zum Übergewicht der Gäste bei. Trotzdem „hat heute die Erfahrung unserer Import-Spieler den Unterschied ausgemacht“, so Phoenix-Coach Dietmar Günther, während Danny Jansson mit der Chancen-Verwertung in Hälfte eins haderte: „In dieser Phase haben wir die Möglichkeit verpasst, uns auf zehn oder 15 Punkte abzusetzen. Das hat Hagen in der zweiten Halbzeit bestraft“, so der Ulmer Coach.

Spielverlauf: Während Hagen gegen eine aktive Ulmer Defense mit sechs Fahrkarten begann, starteten die Hausherren mit 8:0 (3. Minute). Weil von außen, trotz guter Würfe, bei Ulm aber zunächst nichts fallen wollte (0/9 Dreier), waren die Westfalen zum Viertelende wieder dran (16:12). Als dann Jasper Günther im zweiten Abschnitt seine ersten Minuten sah und unerschrocken drei Körbe in Folge versenkte, wechselte die Führung erstmals auf Phoenix-Seite über (18:20, 13.). Dann legte die Academy den Schalter wieder um: Vorn saßen vier Würfe in Serie, hinten blockte David Krämer spektakulär einen Dunking-Versuch – plötzlich führte das Jansson-Team wieder mit 28:23 (17.). Weil die Ulmer in den finalen Minuten der ersten Hälfte aber wieder ihre Dreier-Schwäche einholte, betrug die Halbzeit-Führung nur zwei Zähler (33:31).

Hälfte zwei begann mit drei Hagener Dreiern, die den Gästen wieder die Führung bescherte (39:44, 24.). Erst Marcell Pongo per Jumper stoppte den Lauf der „Feuervögel“ beim Stand von 41:48. Gegen energisch verteidigende Hagener kam das Jansson-Team aber auch in der Folge selten zu guten Würfen und lief vor dem Schlussviertel einem 46:55-Rückstand hinterher. In einer hektischen Schlussphase dauerte es dann bis zur 37. Minute, ehe Nils Mittmann das Geschehen in die Hand nahm und per 5-Punkte-Serie den 58:60-Anschluss herstellte. Zwei Hagener Drei-Punkt-Spiele nahmen aber direkt die Luft aus dem Ulmer Lauf, und ein Dreier von Dominik Spohr sorgte 69 Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung (60:71).

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „In der ersten Hälfte hatten wir die komplette Kontrolle über das Spiel. Leider haben wir in dieser Phase die Chance verpasst, uns auf zehn oder 15 Punkte abzusetzen. Das hat Hagen in der zweiten Halbzeit bestraft. Wir haben es in den ersten Minuten der zweiten Hälften nicht geschafft, Stopps zu erzwingen. Nach dem 58:60-Anschluss haben wir dann leider nicht nur unseren Fokus verloren, uns ist auch die Puste ausgegangen.“

Es spielten: Nils Mittmann (15 Punkte), David Krämer (11), Marcell Pongo (10, 5 Assists), Björn Rohwer (7, 9 Rebounds), Till Pape (6), Joschka Ferner (5), Marius Stoll (3), Mate Fazekas (2), Nicolas Möbus (1), Nicolas Bretzel, Christoph Philipps, Timo Lanmüller.

Foto: Langer.