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30 Minuten an der Sensation geschnuppert

Die OrangeAcademy spielt knapp drei Viertel auf Augenhöhe mit den Crailsheim Merlins. Durchwachsene letzte 12 Ulmer Minuten nutzt der Favorit dann aber, um für klare Verhältnisse zu sorgen (91:74).

Von einem „Spiel Männer gegen Jungen“ hatte Academy-Coach Danny Jansson im Vorfeld der Partie bei Aufstiegskandidat Crailsheim gesprochen. Knapp 30 Minuten lang war von diesem Kräfteverhältnis am Samstagabend nichts zu sehen – im Gegenteil: Über weite Strecken spielte das Ulmer Team auf Augenhöhe mit den Merlins und lag in der 28. Minute sogar noch vorn (51:53). Eine unglückliche Schlussphase des dritten Viertels, in der Crailsheim auf 64:55 davonzog, leitete die Niederlage dann allerdings ein und eine 0:6-Serie Mitte des Schlussviertels sorgte für die Vorentscheidung. Ausgerechnet der Ex-Ulmer Konrad Wysocki war es, der zehn seiner 12 Zähler in dieser Phase erzielte. „Wir haben am Ende leider den Fokus verloren und versucht, die Dinge allein über den Angriff zu lösen“, so Danny Jansson. „Aber es stimmt mich positiv, wie wir das Spiel gegen ein Team mit so viel Qualität streckenweise kontrolliert haben.“

Spielverlauf: Die OrangeAcademy spielte beim großen Landesrivalen von Beginn an beherzt auf. Das Jansson-Team ließ sich von einem 6:2-Start Crailsheims nicht beeindrucken und hatte die Partie nach sechs Minuten umgebogen (10:13). Die Bank-Garde um Nico Bretzel und Chrissi Philipps war es dann, die zum Erstaunen der Zuschauer in der Arena Hohenlohe auf 12:22 für die Gäste erhöhte (10.). Als Chase Griffin die Merlins nach fünf Minuten ohne Punkt schließlich erlöste, kamen die Gastgeber aber ins Laufen: Dank eines 16:3-Runs – den auch Danny Jansson per Auszeit nicht stoppen konnte – übernahm Crailsheim in der 16. Minute die Führung (28:27). Doch die Academy behielt einen klaren Kopf: Dreier durch Marius Stoll und David Krämer hauchten dem jungen Gäste-Team wieder Selbstvertrauen ein (31:33), und nur zwei Last-Second-Freiwürfe Crailsheim verhinderten eine Ulmer Pausen-Führung (42:42).

Dem starken Ulmer Auftritt tat das zunächst aber keinen Abbruch: Eine 0:6-Serie durch Pongo und Krämer riss das Mommentum wieder auf Ulmer Seite (49:53, 26.). Ausgerechnet der Ex-Ulmer Konrad Wysocki per Dreier und ein Technisches Foul gegen Krämer brachten Crailsheim dann auf Touren (59:54). Kurz vor der Viertelpause fing sich Ulm einen weiteren, schmerzhaften Dreier und ging mit einem 64:55-Defizit in den Schlussabschnitt. Eine Hypothek, die Krämer und Co. nicht mehr abtragen konnten – auch, weil Crailsheim nun einige Schiedsrichter-Entscheidungen in die Karten spielten: Ein weiteres technisches Foul gegen Coach Jansson ermöglichte den Merlins einen 6:0-Lauf, die den Score vorentscheidend auf 77:62 anhob (34.).

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Wir haben am Ende leider den Fokus verloren und versucht, die Dinge allein über den Angriff zu lösen – das hat Crailsheim bestraft. Sie sind ein Team, das ein Spiel in wenigen Minuten auf den Kopf stellen kann. Aber es stimmt mich positiv, wie wir das Spiel gegen ein Team mit so viel Qualität streckenweise kontrolliert haben.“

Es spielten: Björn Rohwer (16 Punkte, 7 Rebounds), David Krämer (16), Marcell Pongo (13, 6 Assists), Till Pape (10, 6 Rebounds), Nils Mittmann (8), Nicolas Bretzel (4), Joschka Ferner, Marius Stoll (je 3), Christoph Philipps (1), Jason George, Nicolas Möbus, Timo Lanmüller.

Foto: Steffen Förster / Förstergrafie.

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